Bewegung spielend erforschen

Ein Erfahrungsraum für Kinder auf den Spuren Elfriede Hengstenbergs

 

Ein geschützter Raum lädt ein zu selbstständigem

und vielfältigem Ausprobieren und bietet einen

verlässlichen Boden für körperliche und seelische

Erfahrung und Entfaltung der Kinder.

Die Kinder erleben sich ihrem Entwicklungsstand

und Bedürfnissen entsprechend in Bewegung,

beim Balancieren, Klettern, Rutschen,Schwingen

und Springen -  im bewegten Spiel und auch in Ruhe. 

Ruhe und Gelassenheit im Tun ermöglichen

reichhaltige Sinneserfahrungen, welche die Kinder

mehr und mehr in ihrem Leib zu Hause sein lassen.

Dies erachte ich als wichtige Grundlage für eine

gesunde Entwicklung und Persönlichkeitsentfaltung

der Kinder.

 

Es ist immer wieder berührend mit zu erleben, auf welch intensive und kreative Weise die Kinder unterschiedlichen Alters in sich und im Raum auf Entdeckungsreise gehen. Mit wie viel Freude sie sich selber Herausforderungen und Schwierigkeiten stellen und dabei die eigenen Grenzen ausloten und erweitern. Wie sie immer wieder neue Ideen haben oder schon Bekanntes vertiefen:

Können wir auf dem Weg balancieren  ohne den Boden zu berühren? Wie balanciert es sich mit verbundenen Augen, vielleicht sogar ohne zu spickeln? Wie trägt sich das  Sandsäckchen als Krone auf dem Kopf? Wie hängt sich die Fledermaus in die Leiter und  wie steil kann eigentlich die Feuerwehrstange sein, an der ich mich hinunterhangele? Fährt die Gondel rauf und runter und wie geht das eigentlich? Kann ich mit den Holzski auch auf der Rutsche bergab fahren und von wie weit oben traue ich mir das zu? Wie kommen zwei Kinder, die sich mitten auf der Brücke begegnen, freundlich aneinander vorbei?

 

Die Kinder finden im Bewegungsspiel meist die Aufgaben selber und lernen sich dabei immer besser kennen, erlangen mehr Selbstvertrauen, lernen, was sie sich zu trauen können und wie sie mit Schwierigkeiten umgehen können.

HIer gibt es auch für  Grundschulkinder viel zu entdecken. Gerade in der Unterstufe sehnen sich die Kinder manchmal nach kleinen Gruppen, in denne sie sich ohne Leistungsdruck und spezielle zu erlernde Techniken bewegen können.

Wie wichtig hierfür der kleine, überschaubare Rahmen ist, der auf der einen Seite Hülle und auf der anderenn Seite viel Freiheit zu lässt, wird mir über die vielen Jahre immer deutlicher.

 

 

Elfriede Hengstenberg (1892 bis 1992)

Elfriede Hengstenberg (1892 bis 1992) war Gymnastiklehrerin und Bewegungspädagogin in Berlin und unterrichtete Knder an Schulen und privat. Sie erkannte den Zusammenhang zwischen seelischen Zustand und dessen Ausdruck in Körper, Haltung und Bewegung und fragte nach Möglichkeiten der Aufrichtung von innen heraus. Entscheidenende Impulse bekam sie durch die Arbeit mit Elsa Glindler (Gymnastiklehrerin, erfahrungsorientierte (Körper-)Arbeit am Menschen auf Basis der Wahrnehmung, 1885 bis 1961), deren Schülerin sie 1925 wurde. Im Lauf der Jahre enstand eine intensive Zusammenarbeit mit ihrer Lehrerin und mit Heinrich Jacoby (Begabungs/Verhaltensforscher, 1889 bis 1964), deren Arbeit mit Erwachsenen sie auf die Arbeit mit Kindern zu übertragen suchte.

Allen gemeinsam ist das Vertrauen in und das Wissen um das enorme Entfaltungspotential, das jeder Mensch von klein auf in sich trägt. Was sind die Bedingungen, so fragten sie, unter denen Entfaltungsprozesse statt finden können? Was hindert uns, unser Potential, körperlich, seelish und geistig, zu entfalten? Welche Möglichkeiten der Nachentfaltung gibt es für Erwachsene? Alle drei erkannten die Bedeutung des selbstständigen, freien Probierens und Forschens für jegliche Entfaltungs - und Lernprozesse und für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung.

In diesem Zusammenhang war Austausch und Zusammenarbeit mit der ungarischen Kinderärztin Dr.Emmi Pikler (Begründerin des Lóczy in Budapest, 1902 bis 1984) ab 1935 von großer Bedeutung. Sowohl die praktische Arbeit von Emmi Pikler, als auch ihre gründliche Forschungsarbeit bezüglch der selbstständigen, freien Bewegungsentwicklung bestätigte und ergänzte die Erkenntnisse und Erfahrungen von Elfriede Hengstenberg, Elsa Gindler und Heinrich Jacoby. Ihr Lebenswerk ist eng mteinander verbunden.

 " Was ich am Anfang den Menschen nahebringen will, dass es eine Forschungsarbeit ist und sie selbst dahinter kommen, dass sie einen kleinen Forscher (das Kind) vor sich haben, der ihnen wunderbar Bescheid sagen kann."

 

„Wir alle kennen diese ursprünglichen Regungen der Kinder,

die immer wieder darauf hinauslaufen, selber probieren zu wollen! 

Wir sollten nur noch mehr darum wissen, dass diese unermüdliche Überwindung von Widerständen  aus eigener Initiative dem Kind jene Spannkraft verleiht, die wir ihm zu erhalten wünschen, und dass die Freude an der Auseinandersetzung mit Schwierigkeiten nur darauf beruht, dass es selbstständig beobachten, forschen, probieren und überwinden kann.

Eine Selbsterziehungsaufgabe wartet da auf uns, die für die Entfaltung des Kindes von entscheidender Bedeutung ist und zwar auf jedem Gebiet. Ein Fingerzeig für uns, die wir als Erwachsene versuchen sollten, dem Kind auf diesem von der Natur angelegten Entwicklungsweg Vorbild zu sein. ...

... Ich lasse die Kinder also grundsätzlich selbstständig forschen und entdecken, aber nicht wahllos tun, was ihnen gerade einfällt.

Ich wähle eine bestimmte Aufgabe, die nach meinem Ermessen für die Kinder notwendig ist, formuliere sie so, dass sie Spaß daran haben und bereite Gegenstände und Geräte vor, die die Kinder verlocken, damit zu experimentieren.“

 

Elfriede Hengstenberg (1931)

 

"Das Kind anregen zu müssen, das glauben wir nur, weil wir zu wenig Ahnung haben, was jeder Mensch an Entfaltungsmöglichkeiten mit auf die Welt bringt."

 

Heinrich Jacoby

 

 

 

Für weitere Quellen zu Elfriede Hengstenbergs Lebenswerk und Wirken,(ebenso zu Emmi Pikler, Elsa Gindler und Heinrich Jacoby, schauen sie bitte unter auf dieser Homepage unter
"Zum Weiterlesen".
Besonders empfehlenswert ist die Homepage der Hengstenberg-Pikler Gesellschaft und das Buch "Entfaltungen - Bilder und Schilderungen aus meiner Arbeit mit Kindern" von Elfriede Hengstenberg.

 

 

"Jede Erziehung ist Selbsterziehung, und wir sind eigentlich als Lehrer und Erzieher nur die Umgebung des sich selbst erziehenden Kindes. Wir müssen die günstigste Umgebung abgeben, damit an uns das Kind sich so erzieht, wie es sich durch sein inneres Schicksal erziehen muss."

 

Rudolf Steiner

Sich einordnen

zwischen Himmel und Erde

Am 23. November 2019 findet in der Waldorfschule Rieselfeld von 11 bis 17 Uhr der Winterbasar statt

www.fws-freiburg-rieselfeld.de

Neben vielen kulinarischen und kunsthandwerklichen Angeboten finden Sie mich dort mit einem offenen Erfahrungsraum für Kinder ab 3 - 4 Jahren!

Herzlich willkommen!

 

Neuer Termin  zur Hengstenberg/PiklerFortbildung:

15.2.2020 und 9.5.2020

(siehe Fortbildung Hengstenberg)

Leitung: Beate Gärtner

und Lucie Gräbe

 

 

Einladung zur

Bewegungswerkstatt für Erwachsene auf den Spuren von Elsa Gindler und Elfriede Hengstenberg:

Samstag, 7.März 2020 und

Samstag, 4.Juli 2020

9-14 Uhr in Freiburg.

siehe "Bewegungswerkstatt" hier auf der Homepage.

 

Neue Kurse

"Bewegung spielend erforschen"

für Kinder ab 4 und ab 7Jahren

nach den Sommerferien

ab 18.09.2019

(siehe Kurstermne Kinder).

 

Inhouse- Fortbildungen

auf Anfrage!